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Das Gedicht vom Riss

Gott schuf das Holz, mal hart mal weich, Doch bei allem ist es gleich.
Es will nicht rasten, will nicht ruh´n, will immer arbeiten und was tun.

Er gab dem Holz die Eigenschaft, sich zu verändern mit ganzer Kraft.
Und als es schwand, war plötzlich klar, da ist etwas, wo nichts mehr war.

Da sprach der Herr "Eins ist gewiss, mein liebes Holz - das ist der Riss.
Trag ihn mit Achtung und mit Stolz, denn daran erkennt man dich als Holz!"

Der Riss ist auch ein Stück Natur, begreif` es Mensch, sei nicht so stur.
(unbekannter Verfasser)